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Fauser, Jörg

Die Tournee
Roman aus dem Nachlaß. Herausgegeben von Herausgegeben von Jan Bürger und Rainer Weiss

272 Seiten
Alexander Verlag Berlin
Gebunden. s/w Abb. Jörg-Fauser-Edition Band IX. Mit Beiträgen von Jan Bürger und Rainer Weiss sowie Notizen und Fragmenten von Jörg Fauser und der Reportage
ISBN: 978-3-89581-121-0

19.90 €



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PDF"Der Roman als Apfelsine" - Das Nachwort von Jan Bürger
PDFLeseprobe Jörg Fauser Die Tournee

Ende 1986 beginnt Jörg Fauser mit der Arbeit an einem neuen Roman. Als er neun Monate später bei einem Unfall ums Leben kommt, ist das Buch noch unvollendet. Nach zwanzig Jahren erscheint das Romanfragment Die Tournee nun erstmals im Alexander Verlag Berlin als letzter Band der Jörg-Fauser-Edition.

Mit einem Essay von Jan Bürger und einem Nachwort von Rainer Weiss. Ergänzt wird der Band durch eine Reportage Fausers aus dem Jahr 1986, die dem Roman als Vorarbeit diente: Die Wunde der Komödianten. Mit dem Theater auf Tournee.

Der Lektor und Publizist Rainer Weiss und der Literaturwissenschaftler und Autor Jan Bürger haben Fausers letztes Tournee-Manuskript transkribiert und Notizen des Autors zur Entstehung des Romans zusammengetragen. Bürger gibt Aufschluß über Fausers Textplanung und erzählerisches Konzept und schildert seine Detailbesessenheit: »Jede Kleinigkeit entspricht der historischen Wirklichkeit, und doch ist das Ganze Fiktion.«

Zum Inhalt: Drei Personen auf dem absteigenden Ast: Harry Lipschitz, Mitglied der 8. Abteilung der Schöneberger SPD und ehemaliger Mitarbeiter des Ostbüros, dem nicht nur das Herz zu schaffen macht, der Münchner Galerist und gescheiterte Lebenskünstler Guido Franck und die alternde Schauspielerin Natascha Liebling »mit dem Lächeln für alle Fälle«, die als gescheiterter Filmstar mit einem Boulevardstück durch die deutschen Lande zieht. Verknüpft werden die Geschichten durch die ebenso planvollen wie rätselhaften Aktivitäten eines Mannes, »der sich Charles Kuhn nannte, aussah wie ein Filmstar, sich benahm wie ein Ganove und sich ausdrückte wie ein Philosoph«, und der ehrgeizigen Journalistin Vicky Borchers-Bohne, die die Tournee begleitet.


PRESSESTIMMEN

»Der Mythos lebt... Fauser, Cowboy, Kämpfer, Junkie, Trinker, einsamer Tod auf der Autobahn – alles klar. Nichts ist klar. Die Bücher soll man lesen!«
FAZ am Sonntag

»Verlorene Menschen auf Tournee durch die Welt. Ist das schön, denkt man beim Lesen, und wieder gibt es Sätze, die man singen möchte oder trommeln... Leider bricht es in der Mitte ab. Am Ende haben wir nur Entwürfe. Aber wie dieser letzte Fauser hier mit höchster Marbacher Genauigkeit zum ersten Mal philologisch ernst genommen wird, was da an Romankonstruktionsplänen am Ende angehängt und erläutert wird, ist wahnsinnig interessant. Der ernste, große Fauser, ernst genommen und groß gemacht. Wurde auch Zeit.«
Volker Weidermann, FAZ am Sonntag

»In diesem Romanfragment finden sich schön gebündelt all die Qualitaten, die Fausers Schreiben und eben auch seine vier zu Lebzeiten veröffentlichten Romane auszeichnen: das Schnelle, das Zackige, das Trommelnde, der gelungene Versuch, allein über Dialoge und knappe, klare Beschreibungen auch zu Gefühlen zu gelangen, die an der eigenen Biografie angelegten Figuren, die Treue zu halten.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel

»Wenn er arbeitet und schreibt, ist er konsequent nüchtern und ernüchternd konsequent in seiner Haltung. Und wie Harry Lipschitz später im Buch, ist auch Fauser auf den Sitzungen seiner Genossen der 8. Abteilung des SPD-Kreisverbandes anzutreffen.«
tip Berlin

»Die Tournee - für mich der sicherste Beweis, dass er leben wollte. Wer solche 184 Buchseiten in seine Olympia hämmert, wirft sich vor keinen Laster.«
Franz Josef Wagner, Der Spiegel

»Episodisch, sprunghaft, umfassend.«
Die Zeit

»"In der Nacht, als Harry einen kurzen Gang zum Bierstübchen machte, war der Himmel noch ganz klar, die Luft ein Frühjahrsversprechen", so geht es los, und natürlich muss man Fauser lieben für diesen Anfang, diese Wörter, diese Namen: Nacht - Harry - Bierstübchen - Frühjahrsversprechen. In der Evokation eines bestimmten randständigen Milieus, in dem es um Verlierertum geht, um Alkohol und Drogen, Sehnsucht und irgendwelche krummen Deals, ist Fauser in deutscher Sprache unüberboten.«
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung, (29. 04. 2008)




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