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Hellinga, Gerben

Dollars
Sid Stefan in Amsterdam

272 Seiten
Alexander Verlag Berlin
Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers. Deutsche Erstveröffentlichung. Klappenbroschur, Fadenheftung
ISBN: 978-3-89581-218-7

14.90 €



mehr zu Gerben Hellinga (Autor)

Amsterdam-Krimi in deutscher Erstausgabe!

Schauplatz Amsterdam, 1966. Werbetexter Sid Stefan liebt Geld, Frauen, Alkohol und perfekt geschnittene Anzüge. Nach zwei Jahren Knast und monatelanger Auszeit in Spanien und Schweden kehrt er nach Amsterdam zurück. Er trifft auf alte Bekannte und Liebschaften, u. a. auf die hübsche Stewardess Jeanette, die dubiose italienische Kontakte pflegt.
Als er sie eines Tages tot in ihrer Wohnung vorfindet, macht er sich auf die Suche nach ihrem Mörder und wird selbst zum Gejagten.

Der unwiderstehliche Reiz der Sid Stefan-Reihe liegt in ihrem fesselnden Stil, dem subtilen Humor und dem Charakter der Hauptfigur: Der absolute Nonkonformist Sid Stefan lebt am Rand der Illegalität, wird stets in kriminelle Sachen hineingezogen, aus denen er sich mit viel Erfindungsreichtum und, wenn nötig, brachialer Gewalt herausziehen muß, um sich zu retten. Er ist der Typ des Rebellen, der vor keiner riskanten Sache zurückschreckt: der typische Held der sechziger Jahre.

Leseprobe
Vor sechs Jahren, als meine Karriere allmählich in Gang gekommen war, hatte ich fünf Hobbys: Bücher, Klamotten, Frauen, Autos und Alkohol. In genau der Reihenfolge. Drei Jahre später, als meine Karriere gefestigt und ich verheiratet war, waren nur noch drei davon übrig gewesen: Bücher, Klamotten und Autos. Und jetzt waren es nur noch zwei: Bücher und Klamotten. Autos interessierten mich nicht mehr, und Frauen und Alkohol waren kein Hobby mehr, sondern bittere Notwendigkeit.
Klamotten. Ich glaube, behaupten zu dürfen, daß ich zu den zehn bestgekleideten Männern Amsterdams gehört habe. Ich liebte einfach perfekt geschnittene Anzüge und Stoffe, deren Qualität man zwischen den Fingern fühlen konnte. Ich liebte Farben und Dessins. Ich liebte Oberhemden, Kragen und Manschetten. Und Krawatten. Über Krawatten hätte ich stundenlang reden können. Okay, ich war ein Snob.

Tief unter mir lag die Apollolaan, mit nassem Laub übersät und voller Pfützen, dahinter Minervalaan und Courbetstraat, Schubertstraat und Cliostraat und wie die Straßen meiner Kindheit sonst noch alle heißen mochten. Biedere Straßen mit biederen Menschen. Wirklich? Oder wohnten in diesen Straßen, wo man noch die Bürgersteige schrubbte und Tennis- und Hockeykanonen behütet großgezogen wurden, wo die gehobenen Amsterdamer Bürger auf ihrem Geld hockten und stolz darauf waren, daß sie die Kosten für den Haushalt so niedrig hielten, wohnten dort womöglich auch Killer und heimtückische Mörder? Schliefen dort womöglich auch Menschen mit einer Pistole unter dem Kopfkissen und einem Messer in der Hand und Mordlust im Herzen?


Bei libreka können Sie in das Buch hineinlesen!


PRESSESTIMMEN

»Eine Wiederentdeckung aus den sechziger Jahren, die der Alexander Verlag zu unserem Vergnügen vorlegt.« Tobias Gohlis




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